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GLOBAL COMMUNITY 2017

 

Auch in diesem Jahr ist die FAIR FRIENDS wieder Gastgeber für diverse internationale Produzenten von fairen und nachhaltigen Produkten.

Auf der Sonderfläche „Global Community“ präsentiert die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), mit Finanzierung der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Produzenten aus verschiedensten Ländern. Hier können Sie fair hergestellte und gehandelte Exponate wie Accessoires, Textilien, Spielzeug und Lifestyle-Produkte sehen – und natürlich auch kaufen und ordern. Erleben Sie die Geschichte und Herkunft der Produkte hautnah, kommen Sie mit den Produzenten in den Dialog und zeigen Sie ihnen, dass ihr Engagement im „westlichen“ Teil der Welt nicht unentdeckt bleibt.

Der Auftritt der zumeist kleinen Manufakturen auf der FAIR FRIENDS ist ihr erster Schritt für einen Markteintritt in Deutschland.

Einige Teilnehmer sind bereits WFTO Mitglied, andere befinden sich auf dem Weg dorthin. Wenn Sie Importeur oder Einkäufer sind und vor Ort einen Termin mit den einzelnen Teilnehmern haben möchten, dann melden Sie sich bitte per Mail info[at]fair-friends[dot]de beim Team der FAIR FRIENDS.

Und jetzt stellen wir Ihnen die globale, nachhaltige Gemeinschaft schon mal vor.

Aus Ägypten kommt Up-Fuse zu uns. Gegründet 2013, produziert Up-Fuse in Kooperation mit der NGO Roh el Shabab in der „Müllstadt“ Kairos Manshiat Nasr Upcyling-Taschen aller Typen: Rucksäcke, Kosmetikbeutel, Laptoptaschen, Einkaufstaschen und Geldbeutel.

Aus Äthiopien kommt SABAHAR. 84 Mitarbeiter stellen in Addis Abeba Textilien her. Vor allem Schals und Tücher verschiedenster Größen aus Seide, Baumwolle und Wolle entstehen hier. Zudem gibt es Handtücher, (Tisch-)Decken und Kissenbezüge aus Baumwolle.
SABAHAR ist WFTO-Mitglied.

Mit Aranya Crafts präsentiert sich eine 1990 gegründete Firma aus Bangladesh bei uns, die vor allem Textilien für Frauen und Kinder herstellt und dabei aus Prinzip nur natürliche Farbstoffe verwendet. Ein Netzwerk aus 500 Handwerkerinnen wurde im Gebrauch mit 30 Naturfarben geschult. Aranya freut sich, auf der FAIR FRIENDS gleich gesinnte Produzenten zu treffen, die sich für den Trend zurück zu Naturfarben einsetzen.
Aranya Crafts ist WFTO-Mitglied.

Aus Chile kommt Fundación Chol-Chol zu uns. Die Stiftung unterstützt die Mapuche-Frauen und ihre kulturelle Identität. „Wir zeigen, dass es auch heute möglich ist, Produkte mit hoher Qualität ohne Schäden für die Umwelt herzustellen“, schreibt die Stiftung in ihrer Präsentation. Textilien aus Merinowolle sowie Schmuck aus Silber und Kupfer gibt es hier.
Fundación Chol-Chol ist WFTO-Mitglied.

Auf Afrocentric Bamboo freuen wir uns auch. Das Unternehmen aus Ghana wurde 2012 gegründet und gibt 35 Frauen die Chance auf ein Einkommen. Hergestellt werden hier Fahrräder aus Bambus, vom Kinderrad über das Cityrad bis zum Rennrad. Auf der FAIR FRIENDS will das Unternehmen herausfinden, wie der deutsche Markt auf Bambus-Räder reagiert.

Ebenfalls aus Ghana kommt ECOSHOES. Wie der Name vermuten lässt produzieren die 20 Mitarbeiter vorwiegend Schuhe. Hierzu upcyclen sie verschiedenste Materialien wie LKW-Reifen und Textil-Resten zu Sandalen, Flip-Flops, aber auch Taschen und Schmuck.
ECOSHOES hat 2016 den SEED Award der UN gewonnen. Mit den Auszeichnungen möchte die SEED Initiative jungen Unternehmen in lokalen Anstrengungen für mehr Umweltschutz und Entwicklung zur Seite stehen und ihnen über Anfangsschwierigkeiten hinweghelfen. Ziel ist es, so zu einer Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele sowie der Umsetzung der Agenda 21, des Johannesburg-Aktionsplans und der Beschlüsse der Rio+20 Konferenz beizutragen. Die SEED-Initiative beruht auf einem Vorschlag des Bundesumweltministeriums.

Taschen aus Kambodscha gibt es bei Off Track KKO. Die Firma wurde 2009 als NGO „Khmer for Khmer (KKO)“ gegründet. KKO fördert jährlich 250 Studenten in der Provinz, unterhält einen Kindergarten, eine Schule und führt regelmäßig Workshops durch, um Jugendliche auszubilden. Angeboten werden Upcycling-Produkte: Rucksäcke, Taschen und Mappen aller Art.
Off Track KKO strebt eine Voll-Mitgliedschaft bei der WFTO an.

Das kleine Unternehmen Bawa Hope aus Kenia beschäftigt nur vier Vollzeit-Mitarbeiter, arbeitet aber dafür mit Handwerker-Kooperativen zusammen. Hergestellt wird hier Schmuck mit Upcycling-Elementen.
Bawa Hope ist WFTO-Mitglied.

Wirklich innovativ ist DISECLAR aus Kolumbien. Das Unternehmen hat einen Materialmix zum Patent angemeldet, der aus Plastikabfällen und Kaffeeschalen entwickelt wurde und als Holzersatz zur Herstellung von Möbeln und Baumaterial dient. Vorteil: Er ist leichter als Holz, extrem lichtbeständig und sicher vor Insektenbefall.
DISECLAR hat 2014 den SEED Award der UN (UNEP) gewonnen.

Aus dem feurigen Havanna in Kuba kommt Clandestina. Zwei Frauen haben 2013 das Unternehmen gegründet, das Textilien und Taschen aus Stoffresten herstellt. Die Gründerinnen sagen: „Wiederverwertung von Stoffen hat in Kuba eine Jahrzehnte lange Tradition und gehört auch zur Philosophie von Clandestina. Wir exportieren bisher nur in die USA (über die kubanische Community) und sehen eine mögliche Teilnahme bei der FAIR 2017 als große Chance, uns auch erstmals in Europa zu präsentieren. Wir könnten dort vom europäischen Fair Trade Netzwerk profitieren und speziell Deutschland ist bekannt dafür, dass Produkte mit sozialem und ethischen Anspruch geschätzt werden. Wir sehen uns als Teil dieser Bewegung.“

ChapanSar kommt aus Kirgistan angereist. Ein Unternehmen, das 2012 gegründet wurde und mittlerweile 20 Mitarbeiterinnen beschäftigt. Aus hochwertigen, natürlichen Materialien wie Baumwolle, Seide, Wolle und Leinen werden traditionelle Textilien vorwiegend im Ethnostil produziert – Stoffreste werden zur Herstellung von Accessoires weiterverwertet. Die Kinderkleidung des Unternehmens wurde von der UNESCO bereits mit dem „Certificate of Excellence“ ausgezeichnet.

Aus dem Libanon zu uns auf die FAIR FRIENDS kommt Waste Studio. Die zehn Mitarbeiter stellen Taschen in 35 verschiedenen Typen und Größen her. Zum Einsatz kommen hier vor allem recycelte Werbebanner, Textilreste und Plastik. Jede Tasche ist ein Einzelstück. Auch Sitzmöbel aus Werbebannern werden angeboten.

Bei AYOK aus Mexiko kommen gereinigte Autoreifen verschiedener Größen zum Einsatz. Die Reifen werden mit Baumwollgeflecht ummantelt und gepolstert. So entsteht ein idealer „Baby-Verwahrungsort“, wahlweise als Tiefsitz zum Versinken oder als Hockersitz mit „Deckel“ und Stuhlbeinen oder Rollen. „AYOK bedeutet in der Náhuatl-Sprache Veränderung hin zum Besseren, denn wir können nicht so weiter machen wie bisher. Mit der Neugründung meines Unternehmens möchte ich zeigen, dass schönes Design und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind. Alte Autoreifen geben unseren Möbeln Stärke und Struktur, die Hülle aus Baumwolle gibt individuelles Design. Jeder Typ ist nach einem mexikanischen Dessert benannt“, sagen die Gründer.

Sunbula aus Jerusalem bietet Kunsthandwerkern ein gutes Einkommen. Die Produktpalette ist breit gefächert: Schmuck (vor allem aus Silber und Messing), Spielzeug aus Filz, Holz und Baumwolle, Schals, (Weihnachts-) Dekoration, Stickerei (etwa Portemonnaies und Kissenbezüge aus Wolle), Taschen aus Filz, Grußkarten aus Altpapier und Kühlschrank-Magnete. Dazu Seife aus Olivenöl, Holzschachteln und Keramikobjekte.
Sunbula ist WFTO-Mitglied.

RAYMISA aus Lima in Peru fertigt mit seinen 260 Mitarbeitern Alpaka-Textilien in Handarbeit: Strickwaren, Westen, Pullover, Mützen, Schals, Handschuhe für Erwachsene und Kinder. Dazu gibt es Keramik, Spiegel und Möbel in traditionellem Design.
RAYMISA ist WFTO-Mitglied.

Handcrafted by Harl`s (HHS) aus San Pedro Laguna auf den Philippinen stellt Lederprodukte und Upcycling-Produkte aus Reifen, Jeans und anderen Stoffresten her. Etwa Sandalen mit Reifensohlen, Taschen, Fahrradtaschen, Leder- und Gummi-Fahrradhelme, Rucksäcke, Schlüsselanhänger oder Ledermappen.

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